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Schumpeter, Alois

Nationalökonom (1883-1950), der in seinem Werk „Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung“ das wirtschaftliche Wachstum untrennbar mit der schöpferischen Zerstörung in Form eines ständigen Strukturwandels verbindet. „Dieser Prozess der schöpferischen Zerstörung ist das für den Kapitalismus wesentliche Faktum. Darin besteht der Kapitalismus und darin muss auch jedes kapitalistische Gebilde leben.“ (Schumpeter 1993, S.137f).

Shareholder Value

Als oberstes Unternehmensziel gilt hier die Maximierung des Aktionärsnutzens (vgl. im Gegensatz dazu: „Stakeholder“).

Sinn

Die Frage nach der menschlichen Existenz.

Six Sigma

Six Sigma ist heute neben Lean die wirkungsvollste Methode zur Prozessoptimierung. Während Lean auf schlanke, schnelle Abläufe und die Vermeidung von Verschwendung setzt, geht Six Sigma „offener“ vor. Six Sigma greift auf alle denkbaren Tools von Prozess- und Projektmanagement, Statistik, Kreativität & Change zurück und sucht die Stellhebel, um nachhaltig den Kundennutzen zu erhöhen und Fehlleistungskosten zu reduzieren. Der Aufwand ist höher als bei Lean, der Nutzen aber ebenfalls. Charakteristisch ist eine konsequent systematische Vorgehensweise der Verbesserungsprojekte, die 5 „DMAIC“-Schritte (Define – Measure – Analyze – Improve – Control) und der Nachweis des „Net Benefit“, der in Euro ausgedrückten Wirkung jedes einzelnen Projekts. Branchenübergreifend kalkulieren wir mit einem Benefit von durchschnittlich 100.000 bis 300.000 Euro pro einzelnem Verbesserungsprojekt, von Kosteneinsparungen von 1 – 10 % des Umsatzes pro Jahr oder einem Verhältnis von Nutzen zu Investition von 5 : 1 und mehr.

SMARTe Ziele

Ziele müssen SMART festgelegt werden: (S) Spezifisch, (M) Messbar, (A) Angemessen, aktionsorientiert, anspruchsvoll, akzeptiert (R) Relevant, realistisch, (T) Terminiert.

Sozialdarwinismus

Der Versuch einer Erklärung gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Entwicklungen, nach der sich im Wettbewerb nur derjenige durchsetzt, der sich den verändernden Umweltbedingungen durch seine biologischen Anlagen am besten anpassen kann (Selektion). Im Sozialdarwinismus sind die Stärksten, die Gewinner, zugleich die Treiber des Gewinnstrebens.

Stakeholder Value

Die Stakeholder sind die Anspruchsgruppen einer Organisation, z.B. Aktionäre (die „Shareholder“), Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten, Kommunen etc. Von all diesen Stakeholdern ist ein Unternehmen in unterschiedlicher Weise abhängig. Deshalb setzt die Stakeholder-Orientierung im Gegensatz zum „Shareholder Value“-Ansatz auch nicht-ökonomische Ziele als Unternehmensziel an. So soll Wertsteigerung im Sinne der sehr heterogenen Interessen seiner Stakeholder erreicht werden.

Strategie

Die grundsätzliche Verhaltensweise einer Organisation, der langfristige Plan des eigenen Vorgehens, die Kunst die eigenen Kräfte so zu entwickeln und einzusetzen, dass die langfristigen Ziele erreicht werden (im Gegensatz dazu: operative Fragestellungen oder die kurz-/mittelfristige Taktik).

Survival of the Fittest

Erkenntnis von Charles Darwin: Nicht der Große frisst die Kleinen, nicht der Starke die Schwachen. Nur wer es schafft, die Veränderungsphasen zu managen, hat die Chance die Überlebensfähigkeit zu sichern.

SWOT-Analyse

Instrument im Strategieentwicklungsprozess. Analysiert das Zusammenspiel oder den Fit zwischen den unternehmensinternen Stärken und Schwächen (S & W: Strengths & Weaknesses) und den Gefahren und Möglichkeiten (O & T: Opportunities & Threats), die sich aus der externen Marktsituation ergeben.

System

Ein Geflecht von miteinander verknüpften Variablen, die durch ihre gegenseitige Beeinflussung auch von sich selbst abhängig sein können.

Systemtheorie

Sieht betriebswirtschaftliche Organisationssysteme dynamisch, nicht wie sonst statisch. Ein zentraler Gedanke der Systemtheorie ist die Vorstellung, dass Systeme immer in ihrem Verhältnis zur Umwelt bestimmt werden.