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Anlagevermögen

Posten auf der Aktivseite der Bilanz. Alle Vermögensgegenstände, die dem Geschäftsbetrieb (dauerhaft) dienen, zählen zum Anlagevermögen (vgl. auch Umlaufvermögen).

Bilanz

Die Gegenüberstellung von Vermögen und Kapital, von Aktiva (= die Verwendung der eingesetzten finanziellen Mittel als Anlage- und Umlaufvermögen) und Passiva (= die Ansprüche der Unternehmer und der Gläubiger an das Kapital).

Cash Flow

Cash Flows bezeichnen die Zahlungsströme in einem Unternehmen. Wichtige Kennzahl zur Bewertung der Finanzlage eines Unternehmens. Aus dem Cash Flow Statement kann man die Veränderung der finanziellen Mittel eines Unternehmens erkennen und somit dessen Liquiditätslage beurteilen.

DCF

Abk. für „Discounted Cash Flow

Deckungsbeitrag

Die Differenz zwischen Umsatzerlösen und variablen Kosten eines Produkts. Ein positiver Deckungsbeitrag heißt, dass die Erlöse dieses Produkts die von ihm direkt verursachten Kosten deckt und darüber hinaus zur Deckung der Fixkosten beiträgt, die unabhängig von diesem Produkt anfallen. Es macht also Sinn, dieses Produkt im Portfolio anzubieten.

DuPont-Kennzahlensystem

Ur-Vater der Kennzahlensysteme, vom amerikanischen Chemie-Konzern DuPont 1919 entwickelt. Hierarchische Kennzahlenpyramide, die den ROI als Produkt von Umsatzrentabilität und Kapitalumschlag beschreibt und über mehrere Ebenen in deren Werttreiber aufspaltet. Betrachtet nur monetäre Größen (im Gegensatz dazu: „Balanced Scorecard“).

Earnings Before Interest and Taxes

EBIT = Kennzahl für das operative Betriebsergebnis (Gewinn vor Zinsen und Steuern), aus der Rechnungslegung nach IFRS entstanden. Kennzahl zur Bewertung der Erfolgslage eines Unternehmens. Sie zeigt die operative Ertragskraft eines Unternehmens unabhängig von regionalen Besteuerungen und unterschiedlichen Finanzierungsformen (Kapitalstruktur) an, kann deshalb zum internationalen Vergleich von Unternehmen herangezogen werden.

Economic Value Added

EVA = NOPAT  –  (Kapitalkostensatz  *  Net Operating Assets).  Wertorientierte Kennzahl zur Bewertung der Erfolgslage eines Unternehmens. Alternative zum Discounted Cash Flow (DCF).  Der Vorteil gegenüber dem DCF liegt darin, dass realisierte Werte und nicht Prognosen verwendet werden und zudem durch die Anpassungen (Conversions) eine Reihe von Verzerrungen korrigiert werden können.

Eigenkapital

Die Mittel, die von den Eigentümern zur Finanzierung des eigenen Unternehmens aufgebracht oder als Gewinn im Unternehmen belassen, also nicht ausgeschüttet wurden. Je höher die Eigenkapitalquote ist, desto solider ist ein Unternehmen finanziert (vgl. im Gegensatz dazu: „Fremdkapital“).

Einzelkosten

Können direkt einem Kostenträger zugerechnet werden, z.B. direkte Zulieferungen für ein Produkt (vgl. im Gegensatz dazu: „Gemeinkosten“).

Erfolgslage

Die Erfolgslage eines Unternehmens ist das Verhältnis zwischen Erträgen und Aufwendungen, wird durch Kennzahlen wie DCF oder EVA bewertet.

Finanzlage

Unter der Finanzlage eines Unternehmens wird die Liquiditätssituation verstanden, welche für Unternehmen jeder Größe von extremer Bedeutung ist, nicht zuletzt weil Zahlungsunfähigkeit ein Insolvenzgrund ist. Wichtige Kennzahl: Cash Flow.

Fixe Kosten

Bleiben unabhängig von der Produktionsmenge konstant, z.B. Kosten für Räumlichkeiten, Kfz-Versicherung (vgl. im Gegensatz dazu: „Variable Kosten“).

Fremdkapital

Das von Extern dem Unternehmen zeitlich befristet überlassene Kapital (Kredite, Investorenmittel). Auf der Passivseite der Bilanz als Schulden ausgewiesen (Verbindlichkeiten und Rückstellungen) (vgl. im Gegensatz dazu: „Eigenkapital“).